Kategorie-Archiv: ZUGFeRD

Aktuelle Informationen über den elektronischen Rechnungs-Austausch mit dem ZUGFeRD-Standard

ZUGFeRD soll auch in Frankreich ziehen

Die „Deutsch-Französische Digitalkonferenz“ am 13. Dezember in Berlin stand unter dem Motto

„Gemeinsam die digitale Transformation unserer Wirtschaft beschleunigen“

Einer der Punkte auf der Agenda hatte den elektronischen Rechnungsaustausch zum Gegenstand. In der am Ende verabschiedeten Erklärung findet sich folgende Passage:

“ Im Rahmen ihrer bereits bestehenden gemeinsamen Bemühungen zur Entwicklung der elektronischen Rechnungslegung bündeln Deutschland und Frankreich nun ihre Anstrengungen zur Entwicklung einer technischen Norm, die auf dem europäischen Format beruht und insbesondere den Bedürfnissen von KMU Rechnung trägt. Die neue Norm, die beim letzten gemeinsamen Workshop beider Foren, der im November 2016 stattfand, den Namen „Factur-X“ erhielt, beruht auf dem deutschen Format „ZUGFeRD“ sowie den französischen Arbeiten zu hybriden Rechnungen. Durch sie werden alle Unternehmen und die öffentliche Verwaltung elektronische Rechnungen entgegennehmen können, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt, Zahlungen beschleunigt und die wirtschaftliche und finanzielle Lage von Unternehmen verbessert wird.“

Unter diesem Link finden Sie den kompletten Text der Erklärung.

Unterstützung für ZUGFeRD?

Das Bundeskabinett hat am 17. Juli 2016 beschlossen, dass private Unternehmen künftig auch elektronische Rechnungen an Behörden und Einrichtungen der Bundesverwaltung stellen dürfen. Es soll die Richtlinie 2014/55/EU über die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen umgesetzt werden. Sogar auf ZUGFeRD soll dabei (unter Vorbehalt) verwiesen werden. „In einer noch auszugestaltenden Rechtsverordnung“ soll auch auf das ZUGFeRD-Datenformat Bezug genommen werden. „Das gilt nur, soweit die Konformität mit der europäischen Norm sichergestellt ist.“ (Auszüge aus der Homepage des FeRD).

Nichts gegen Europa und die EU. Wo aber bleiben aber die über 2 Mio Klein- und Kleinstunternehmer samt ihren Steuerberatern in Deutschland, die vom Rechnungsaustausch mit ZUGFeRG täglich profitieren könnten? Das können sie natürlich längst. Nur – wer sagt es ihnen und den Herstellern der Software-Programme, mit denen sie ihre Warenwirtschaft abwickeln und Rechnungen schreiben? Dr. Haug vom BMWi freut sich jedes Mal wenn sich neue Unterstützer des Formats auf der Homepage des FeRD eintragen. Über 250 Adressen (Stand Dezember 2016) sind es schon. Vom Who is Who der Software-Branche sind aber allenfalls Spurenelemente darin zu finden.

ZUGFeRD fehlt die Unterstützung

Sowohl von Seiten des BMWi wie von den Hauptakteuren beim FeRD. Ein Symptom dafür ist die Agenda der 3. ZUGFeRD-Konferenz im September in Berlin. Sie trägt den Interessen von Konzernen Rechnung und denen der Verwaltung. Lediglich eine „Paneldiskussion: FeRD, Wirtschaft, Verwaltung, Anwender: „eRechnung in der Praxis“ Redner und Vertreter des Gastgebers BMWi“ erweckt den Anschein, dass auch andere Anwender mit ZUGFeRD gemeint sein können.

Es wiederholt sich, was u.a. den ersten Anlauf zur Standardisierung des elektronischen Rechnungsaustauschs im Jahr 2009 hat scheitern lassen. Vor lauter Schielen auf Europa bleibt die Sorge um den Nutzen für Deutschlands Mittelstand auf der Strecke.

Unser über das BMWi vorgetragene Vorschlag, vor dem Konferenz-Plenum das für den Mittelstand konzipierte PDF-Cockpit präsentieren zu dürfen, war den Organisatoren weder eine Zu- noch eine Absage wert.

Ungeachtet dessen: Förderung für den ZUGFeRD-Standard sieht anders aus.

 

Hohes Interesse am PDF-Cockpit

Vor und während des 2. ZUGFeRD-Forums in Berlin stieß das Konzept von UnITeK, eingehende ZUGFeRD-Rechnungen mit Hilfe eines Tools wie des PDF-Cockpits aufzubereiten, zu prüfen und weiterzuleiten, auf breite Zustimmung. Dies vor allem deswegen, weil es die Anbieter von ERP-Systemen oder Warenwirtschafts-Programmen davon entbindet, eigene Schnittstellen für den Import der ZUGFeRD-Daten zu entwickeln. Der Akzeptanz von ZUGFeRD-Rechnungen auf Empfängerseite wird dies Auftrieb verleihen.

Das PDF-Cockpit für ZUGFeRD-PDF und andere wird im November 2015 verfügbar sein. Unter dem grünen Link finden Sie eine PDF mit ausführlicher Beschreibung, auf www.pdf-cockpit.de künftig weitere Informationen.

sm-ws-Seminare zu eRechnung, eArchivierung und GoBD in München

Gemeinsam mit Stefan Müller, einem leitenden Mitarbeiter aus der Finanzverwaltung, bietet UnITeK Seminare über den elektronischen Rechnungsaustausch mit ZUGFeRD, die GoBD und elektronische Archivierung/DMS an. Zielgruppe der Seminare sind Entscheider und Verantwortliche aus der Wirtschaft, aus dem dritten Sektor sowie Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

Die Seminare – Markenzeichen „sm|ws Seminare“ – können von Verbänden, Unternehmen oder Kanzleien für deren Mitglieder, Kunden, Mandanten gebucht und im eigenen Namen ausgerichtet werden.  Inhaltlich zeichnen sie sich durch Fachkompetenz, Aktualität und Praxisnähe aus. Sie dauern wahlweise ca. 4 Stunden oder einen ganzen Tag.

Vorträge von Walter Steigauf wurden gut benotet

Wie an fast allen Orten, an denen Walter Steigauf im Rahmen der von ibi-research mit verschiedenen IHKs organisierten Roadshow über eRechnungen mit ZUGFeRD, die GoBD oder über elektronische Archivierung referierte, war das Interesse am 25. August in Aue groß. Da zwei der ursprünglich vorgesehenen Referenten ausgefallen waren, musste Walter Steigauf alle drei Themen bestreiten. Der Zufriedenheit des Publikums tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die Teilnehmer-Beurteilungen fielen durchweg sehr positiv aus.

Bemerkenswert zur Situation der elektronischen Rechnungen: Kaum ein Teilnehmer-Unternehmen versendet schon, aber fast alle erhalten elektronische Rechnungen. Meist als einfach PDF. Und was passiert damit? Sie werden ausgedruckt und gemeinsam mit den Papier-Rechnungen verarbeitet; oftmals auch wieder gescannt!?

Die Möglichkeiten, welche die Kombination elektronische Rechnung und elektronische Archivierung für die Rationalisierung der Büro-Arbeit ergeben, war noch kaum ins Bewusstsein des Publikums vorgedrungen. Inzwischen ist ihm Office 4.0 ein Begriff.

ZUGFeRD-Rechnungen und die Gesetze

Als würde es sich bei ZUGFeRD um ein exotisches Lebewesen handeln, mit dem umzugehen besonderer Aufmerksamkeit und Regeln bedarf, werden derzeit zahlreiche Abhandlungen in den Markt gedrückt. Bemerkenswert ist, dass die meisten davon aus ein und demselben Haus stammen.

Was ist aus gesetzlicher Sicht so besonders an ZUGFeRD? Im Grunde nichts. ZUGFeRD ist ein technischer Standard für das Erstellen von elektronischen Rechnungen. Er soll es den Empfängern leichter machen, diese zu verarbeiten. Wie heute mit elektronischen Rechnungen zu verfahren ist, regeln AO und UStG, bzw. die dazu publizierten BMF-Schreiben.

Die Regeln umfassen primär das Aufbewahren von elektronischen Rechnungen. Das ist identisch mit dem von allen anderen elektronischen Unterlagen.  Die einzige direkt auf ZUGFeRD gemünzte Aussage in den GoBD ist, dass ZUGFeRD-Rechnungen im Original-Format aufzubewahren sind. Gemeint ist damit, dass auch die eingebetteten XML-Daten in maschinell auswertbarer Form aufbewahrt werden müssen. Das Umwandeln in ein anderes elektronisches Format, bei dem die XML-Daten verloren gehen würden oder das Aufbewahren lediglich in Papierform ist unzulässig. So weit die Besonderheiten.

Dass ZUGFeRD-Rechnungen elektronisch aufbewahrt, also archiviert werden müssen ist bekannt, seit 2001 die GDPdU veröffentlicht wurden.

Vortrag über e-Rechnungen in Aue/Sachsen

Im Rahmen der von ibi Research organisierten Veranstaltungsreihe zur elektronischen Rechnungsabwicklung hält Walter Steigauf am 25. August 2015 einen Vortrag unter dem Titel „e-Rechnung für Anwender“. Gegenstand sind die Entwicklung der elektronischen Rechnung von den Anfängen mit EDI bis zur aktuellen Standardisierung mit ZUGFeRD. Gezeigt werden auch grafische Darstellungen der Abläufe beim Versand und Empfang von elektronischen Rechnungen einschließlich der vorgeschriebenen elektronischen Aufbewahrung, sprich: Archivierung.

Vorträge von Walter Steigauf über GoBD und elektronische Archivierung schließen sich an.

Nähere Information über das Seminar am 25. August 2015 und die Möglichkeit sich anzumelden finden Sie im Link zur Veranstaltung in Aue.

ZUGFeRD, GoBD und elektronische Archivierung

Auf der vorläufig letzten Station der Roadshow der e-Business-Lotsen Ostbayern, verkörpert durch ibi-Research an der Uni Regensburg, referiert Walter Steigauf für die IHK Chemnitz über elektronische Rechnungen und ZUGFeRD, über die GoBD und über elektronische Archivierung in den Räumen des Landratsamtes in Aue/Erzgebirge. Der Ausfall von zwei Referenten ist der Grund für diesen Dreifach-Einsatz.  Angesichts dessen, dass die drei Themen eng miteinander verwoben sind und zum Fach-Repertoire von Walter Steigauf zählen, kann dies für die Teilnehmer nur von Vorteil sein. Die drei Vorträge sind aufeinander abgestimmt, Redundanzen werden vermieden und die wechselseitigen Abhängigkeit kommt zur Geltung.

Nähere Information über das Seminar am 25. August 2015 und die Möglichkeit sich anzumelden finden Sie im Link zur Veranstaltung in Aue.

Vortrag über e-Rechnung bei IHK Stuttgart

Im Rahmen der von ibi Research organisierten Veranstaltungsreihe zur elektronischen Rechnungsabwicklung hält Walter Steigauf am 16. Juli 2013 einen Vortrag unter dem Titel „e-Rechnung für Anwender“. Gegenstand sind die Entwicklung der elektronischen Rechnung von den Anfängen mit EDI bis zur aktuellen Standardisierung mit ZUGFeRD. Gezeigt wird auch eine grafische Darstellung der Abläufe beim Versand und Empfang von elektronischen Rechnungen einschließlich der vorgeschriebenen elektronischen Aufbewahrung, sprich: Archivierung.

Details zur Veranstaltung finden Sie unter dem Link Zum Seminar über e-Rechnung in Stuttgart.

ZUGFeRD-Rechnungen ohne Schnittstelle importieren

Die Integration des ZUGFeRD-Standards in kaufmännische Software kommt nur schleppend voran. Ein Grund könnte sein, dass die Software-Hersteller den Aufwand scheuen Schnittstellen zu schaffen; vor allem für die Verarbeitung von eingehenden Rechnungen. Dieser Punkt wurde womöglich auch noch nicht in der notwendigen Tiefe hinterfragt.

UnITeK hat sich der Mühe unterzogen. Heraus gekommen sind eine Abhandlung für Software-Hersteller und eine grafische Darstellung möglicher Abläufe beim Rechnungs-Eingang. Dreh- und Angelpunkt ist ein Tool, mit dessen Hilfe sich eingegangene PDF-Rechnungen (auch außerhalb des ZUGFeRD-Standards) prüfen und die Daten zur weiteren Verarbeitung aufbereiten lassen.